Arbeiten für einen starken Standort – das war auch 2025 das Leitbild der UVB. Wir sind für die Unternehmen in zahlreichen Themen unterwegs – von Arbeitsrecht bis Tarifpolitik, von Digitalisierung bis Fachkräfte. Mit unseren Initiativen sorgen wir dafür, dass der Standort besser wird und unsere Mitglieder effizienter arbeiten können.
3. Januar 2025
Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg erwarten für 2025 lediglich ein schwaches Wirtschaftswachstum von 0,5 bis 1,0 Prozent nach einer Stagnation im Vorjahr. Zwar dürfte die Region damit leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen, insgesamt bleibt die Dynamik jedoch gering. Hauptursachen sind eine schwache Nachfrage sowie strukturelle Standortprobleme wie Bürokratie, hohe Kosten und Defizite bei Infrastruktur und Bildung. Die Stimmung in den Unternehmen ist entsprechend angespannt. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp betonte: „Ein starker Motor, der die Unternehmensgeschäfte antreibt, ist derzeit weit und breit nicht in Sicht.“ Der Verband fordert daher eine konsequente Wachstumspolitik, insbesondere Bürokratieabbau und neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung unter Einbindung privaten Kapitals.
8. Januar 2025
UVB-Präsident Stefan Moschko, Dr. Dietmar Woidke, MTU-Geschäftsführer André Sinanian, Bezirks-Geschäftsführer Elmar Stollenwerk, Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp (v.l.n.r.. Foto: Wagenzik)
Die Wirtschaft in Brandenburg fordert bessere Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken. Im Fokus stehen bezahlbare Energie, weniger Bürokratie sowie Investitionen in Bildung, Forschung und Digitalisierung. Zudem fordern die Unternehmen eine gezielte Fachkräftezuwanderung. Vertreter der Wirtschaft sehen 2025 als mögliches Jahr des Aufbruchs, sofern in der Politik die Weichen richtig gestellt werden. André Sinanian, der Vorsitzende der Bezirksgruppe Potsdam, erklärte: „Unsere Firmen brauchen jeden erdenklichen Rückenwind für mehr Produktivität und geringere Kosten.“
23. Januar 2025
UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp, Dr. Friederike Haase, Staatssekretärin im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, Gerald Paulig, Standortleiter ABB in Cottbus (v.l.n.r., Foto: Panne)
Die Wirtschaft im Süden Brandenburgs warnt trotz schwieriger Lage vor übermäßigem Pessimismus. Insbesondere in der Lausitz werden Fortschritte bei der wirtschaftlichen Transformation hervorgehoben. Gleichzeitig bleibt die Situation in vielen Betrieben angespannt und von Unsicherheit geprägt. Die Unternehmen fordern daher klare wirtschaftspolitische Impulse. Gerald Paulig, Vorsitzender der UVB-Bezirksgruppe Cottbus, sagte: „Wir sind die Region der Transformation.“ Gefordert werden vor allem Bürokratieabbau, bessere Fachkräftebedingungen und einfachere Vergaberegeln.
30. Januar 2025
Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf spricht vor den Demonstranten. Foto: UVB
Am 30. Januar organisierte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den bundesweiten Wirtschaftswarntag, um auf die aus Sicht der Wirtschaft dramatische Lage des Standorts Deutschland aufmerksam zu machen. Mehr als 140 Verbände und hunderte Unternehmen beteiligten sich an Kundgebungen und Aktionen, unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin. Zu den Unterstützern gehörten auch die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg. Die beteiligten Wirtschaftsverbände forderten vor allem weniger Bürokratie, niedrigere Energie- und Arbeitskosten sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen. Die Organisatoren bezeichneten den Aktionstag als „Weckruf“ an die Politik, nach der Bundestagswahl eine umfassende Wirtschaftswende einzuleiten.
Januar bis Dezember 2025
Pixabay
Die Mobility Innovators Group ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO und der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), die Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu Zukunftsfragen der Mobilität vernetzt. Ziel ist der Austausch über innovative Mobilitätskonzepte und die Stärkung der Hauptstadtregion als Standort für neue Verkehrstechnologien. Die Veranstaltungsreihe „Intelligente Mobilität“ bietet dafür regelmäßig Frühstücksdebatten mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden und Politik. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg gehören zu den Mitorganisatoren und bringen die Perspektive der regionalen Wirtschaft ein. Im Jahr 2025 standen insbesondere die Skalierung der Ladeinfrastruktur, die Elektrifizierung von Flotten sowie die Integration von KI-gestütztem Verkehrsmanagement im Mittelpunkt der Diskussionen.
11. März 2025
Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp
Eine deutliche wirtschaftliche Erholung in der Hauptstadtregion wird zunehmend unwahrscheinlich. Laut der neuen UVB-Frühjahrsumfrage erwarten 57 Prozent der Branchen eine schlechtere Entwicklung als im Vorjahr. Besonders die Industrie zeigt sich stark pessimistisch, auch bei Investitionen, Umsatz und Beschäftigung. Viele Unternehmen bewerten zentrale Standortfaktoren wie Bürokratie, Energiepreise und Digitalisierung negativ. Alexander Schirp warnte bei der Vorstellung der Umfrage: „Noch nie in der Geschichte unserer Verbände-Umfrage war der Pessimismus in der Industrie so verbreitet.“ Der Verband fordert politische Maßnahmen zur Stabilisierung der industriellen Basis und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.
11. März 2025

Die „Industry Innovators Group“ veranstaltete 2025 mehrere Netzwerktreffen und Fachveranstaltungen. Die Plattform bringt Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Industrial IoT, Virtual Reality und Additive Manufacturing zusammen. Zu den Veranstaltungen 2025 gehörte unter anderem „The Art of Innovation“ im Siemensstadt Square. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) waren nicht nur beteiligt, sondern gehören zu den zentralen Organisatoren und Trägern der Industry Innovators Group. Ziel des Formats ist es, den Austausch über digitale Transformation und industrielle Innovationen in der Hauptstadtregion zu fördern.
21. März 2025

Die Luftverkehrsinitiative Berlin-Brandenburg fordert Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts. Im Mittelpunkt stehen die Abschaffung der Luftverkehrssteuer sowie geringere staatliche Gebühren. Kritisiert werden zudem nationale Sonderregelungen bei nachhaltigen Kraftstoffen. Auch flexiblere Nachtflugregelungen und angepasste internationale Abkommen werden gefordert. „Ohne deutliche Entlastungen bei der Luftverkehrssteuer und anderen staatlichen Belastungen ist die adäquate Anbindung des Wirtschafts-, Kultur- und Touristikstandorts an Europa und die Welt in Gefahr“, sagte Aletta von Massenbach, CEO Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Ein leistungsfähiger Luftverkehr gilt als zentraler Standortfaktor für Wirtschaft und internationale Anbindung.
28. März 2025
Geschäftsführer Sven Weickert
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Hauptstadtregion bleibt hinter den Erwartungen zurück. Berlin verzeichnet nur ein geringes Wachstum, während Brandenburg erneut ein Minusjahr erlebt. Hauptursachen sind strukturelle Probleme, insbesondere in Industrie und Bauwirtschaft. Positive Impulse kommen vor allem aus der Informations- und Kommunikationsbranche. UVB-Geschäftsführer Sven Weickert erklärte: „Die schwierige Wirtschaftslage und hausgemachte Standortprobleme haben die Region nach unten gezogen.“ Der Verband fordert umfassende Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
2. April 2025
Dr. Stefan Brandt, Vorstand der IBB, Achim Oelgarth, Geschäftsführer des Ostdeutschen Bankenverbands, UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp (v.l.n.r., Foto: Panne).
Der Investitionsbedarf für die Berliner Infrastruktur beläuft sich laut Studie auf mindestens 108 Milliarden Euro bis 2035. Besonders betroffen sind Gebäude, Verkehr sowie Bildungs- und Versorgungsinfrastruktur. Die Finanzkraft der öffentlichen Hand reicht für diesen Bedarf nicht aus. Das geht aus einer gemeinsamen Studie von UVB, Investitionsbank Berlin und dem Ostdeutschen Bankenverband hervor. Daher werden alternative Finanzierungsmodelle wie öffentlich-private Partnerschaften vorgeschlagen, bei der private Akteure einen Teil der Finanzierung übernehmen und im Gegenzug an Einnahmen aus der Nutzung beteiligt werden. Alexander Schirp betonte: „Berlins Infrastruktur läuft schon zu lange auf Verschleiß.“ Ziel ist es, Modernisierung, Klimaanpassung und Wachstum gleichzeitig voranzutreiben.
7. April 2025

RePurp heißt das beste von Schülerinnen und Schülern gegründete Unternehmen aus der Hauptstadt. Die Firma setzt darauf, aus ausgedienten Landkarten Gebrauchsgegenstände zu fertigen. Prämiert wurde RePurp im Rahmen eines Wettbewerbs, den das Institut der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufen hat. Zur Begründung erklärte die Jury, RePurp habe das überzeugendste Gesamtkonzepts gehabt. Die Schülerinnen und Schüler der Carl-Zeiss-Oberschule setzten sich gegen fünf Finalisten durch. Bewertet wurden die Teams unter anderem in Pitch Deck, Interview und Bühnenpräsentation sowie nach Teamarbeit und Innovationskraft. Die weiteren Plätze gelegten Lucky Lights (Kerzen mit Glücksbotschaften) und Schnippery (Holzschneidebrett mit Schubladen). Gefördert wurde der Wettbewerb unter anderem von den Unternehmensverbänden.
29. April 2025
Lauter Gewinner: Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Sven Weickert ehrte die besten Azubi-Autoren. Foto: Panne
Mit einem Schreibwettbewerb wollen die Unternehmensverbände die duale Ausbildung stärker in den Fokus rücken. Der Hintergrund sind zahlreiche unbesetzte Ausbildungsplätze in der Region. Auszubildende und dual Studierende sind aufgerufen, ihre Erfahrungen zu schildern. Ziel ist es, mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Alexander Schirp erklärte: „Die duale Ausbildung ist ein zentrales Element der Fachkräftesicherung.“ Der Wettbewerb ist Teil des vocatium Ausbildungspreises und mit 1.500 Euro dotiert.
07. Mai 2025
Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes betonen die Unternehmensverbände die Bedeutung von Frieden für wirtschaftliche Entwicklung. Die Befreiung wird als Grundlage für Demokratie und soziale Marktwirtschaft gewürdigt. Gleichzeitig wird auf aktuelle geopolitische Herausforderungen verwiesen. Sicherheit und Stabilität gelten als zentrale Voraussetzungen für Wohlstand. Alexander Schirp erklärte: „Frieden ist die Grundlage für Wohlstand und Wachstum.“ Europa müsse daher seine Sicherheitsarchitektur stärken.
15. Mai 2025
Das MINTNetz Berlin-Brandenburg ist ein Zusammenschluss von Akteuren in der MINT-Förderung und MINT-Bildung in der Hauptstadtregion. Gemeinsam wollen Unternehmen, Verbände, Politik, Stiftungen, Vereine, Schülerlabore und Forschungs- und Hochschuleinrichtungen Rückenwind für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik organisieren. Auf regelmäßigen Treffen lotet man aus, welche Projekte zum Ziel führen und Unterstützung verdienen.
26. Mai 2025
Die UVB-Mitgliedsverbände bekräftigen auf der Mitgliederversammlung des Spitzenverbands ihr Engagement für die duale Ausbildung. Eine Ausbildungsplatzabgabe lehnen sie dagegen klar ab. Stattdessen fordert die Wirtschaft bessere Rahmenbedingungen in der Bildungspolitik. Dazu zählen frühzeitige Berufsorientierung und bessere Grundqualifikationen. UVB-Präsident Stefan Moschko betonte: „Eine Zwangsabgabe schafft keinen einzigen neuen Ausbildungsplatz.“ Ziel bleibt es, die Fachkräftesicherung nachhaltig zu stärken. Neu ins Präsidium gewählt wurde Maximilian Beck, Vorstandsvorsitzender der IDEAL Lebensversicherung a.G.. Er vertritt die Finanzwirtschaft in der Führung des Verbands.
Juni bis Oktober 2025
Die Workshop-Reihe richtet sich an Führungskräfte, denen wertschätzende Führung, innovatives Management und Lernen durch nachhaltige Vernetzung am Herzen liegt. Ziel ist es, Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der individuellen Führungskompetenzen zu geben, auch im Dialog mit anderen Entscheidern und Entscheiderinnen. Das FührungsForum ist eine gemeinsame Initiative der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, des Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science, der bbw Hochschule und des Coaches Gero Will. Das #DFF begann im Juni 2025, nach vielen Workshop-Tagen und intensiver Zusammenarbeit fand die Abschlusspräsentation im Oktober statt.
13. Juni 2025

Zusammen mit dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Berlin Süd arbeiten die Unternehmensverbände daran, Fachkräfte zwischen Unternehmen zu vermitteln. Das Ziel: Menschen sollen möglichst nahtlos von einem kriselnden Betrieb zu einem mit Fachkräftebedarf wechseln. Arbeitslosigkeit soll mit Hilfe dieser Arbeitsmarkt-Drehscheibe gar nicht erst entstehen. In einer weiteren Veranstaltung mit der Lernplattform Sofatutor gab CEO Stephan Baier praxisnahe Einblicke, wie KI-gestütztes Lernen zur Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten beitragen kann. Ein weiterer Schwerpunkt war die von der Agentur für Arbeit geförderte Weiterbildung zum KI-Berater – ein konkretes Angebot für Unternehmen, ihre Beschäftigten fit für die digitale Transformation zu machen.
25. Juni 2025

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg kritisieren das geplante Volksbegehren für ein weitgehend autofreies Berlin. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp warnt vor schweren Folgen für Unternehmen, Pendler und die gesamte Hauptstadtregion. Mehr als 500.000 Menschen seien täglich auf funktionierende Mobilität zwischen Berlin und Brandenburg angewiesen, während der Nahverkehr vielerorts keine ausreichende Alternative biete. Handel, Gastronomie und weitere Branchen müssten mit erheblichen Umsatzeinbußen rechnen, wenn Kunden ausbleiben oder auf Online-Angebote ausweichen. Die Wirtschaft unterstützt zwar den Ausbau des Nahverkehrs und mehr Verkehrssicherheit, lehnt weitreichende Fahrverbote jedoch als bürokratisch und gesellschaftlich schädlich ab.
27. Juni 2025
Anpassungen des Mindestlohns (Quelle Zahlen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Die Arbeitgeber bewerten die geplante Erhöhung des bundesweiten gesetzlichen Mindestlohns auf bis zu 14,60 Euro bis 2027 zwiespältig. Positiv sei, dass die Mindestlohnkommission politischen Forderungen nach deutlich höheren Sprüngen nicht gefolgt sei. Gleichzeitig warnt UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp vor erheblichen Belastungen für Branchen wie Gastronomie, Bäckereien oder Einzelhandel, besonders außerhalb der Großstädte. Viele Betriebe könnten ihr Angebot oder ihre Öffnungszeiten weiter einschränken. Die Wirtschaft fordert stattdessen niedrigere Steuern und Abgaben, um Beschäftigte wirksam zu entlasten. Insgesamt entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg 2025 schwach: Die Arbeitslosigkeit stieg vor allem in Berlin weiter an, während die Beschäftigung in vielen Branchen stagnierte oder zurückging. Besonders Industrie, Handwerk und Gastgewerbe litten unter schwacher Konjunktur, hohen Energiepreisen und ausbleibenden Investitionen. Trotz einzelner Wachstumsimpulse in Berlin, etwa im Dienstleistungs- und Technologiesektor, sehen die Unternehmensverbände weiterhin dringenden Reformbedarf bei Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratie und Energiekosten.
7. Juli 2025
Foto: Panne
Der Verein MINT-EC und die UVB brachten bei der Veranstaltung „MINT meets Business“ am 7. Juli 2025 Schulen, Hochschulen und Unternehmen zusammen. Rund 60 Teilnehmende diskutierten, wie sich junge Menschen für MINT-Berufe begeistern lassen und welche Rolle duale Studiengänge dabei spielen. Im Fokus standen duale Studiengänge als praxisnahe Kombination aus Studium und Ausbildung. Beiträge aus Hochschule und Wirtschaft sowie Erfahrungsberichte zeigten konkrete Angebote und Einblicke in die Praxis. Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung und der Aufbau von Kooperationen, um die Studien- und Berufsorientierung in der MINT-Förderung zu stärken.
26. August 2025

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg begrüßen die Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in der Hauptstadt und sprechen von einem wichtigen Schritt für den Wirtschaftsstandort. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp betont die bessere Anbindung von Industrie- und Gewerbestandorten im Osten der Hauptstadt. Auch angrenzende Stadtviertel würden vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Wirtschaft fordert nun zügig den Weiterbau des 17. Bauabschnitts, um das volle Potenzial der Stadtautobahn auszuschöpfen. Straße und Logistik blieben trotz wachsender Elektromobilität unverzichtbar für Versorgung, Produktion und Arbeitsplätze.
3. September 2025

Die Industriebetriebe in Berlin und Brandenburg haben 2024 erneut sinkende Umsätze gemeldet. In Berlin lag das Minus bei 1,9 Prozent, in Brandenburg sogar bei 4,0 Prozent. UVB-Geschäftsführer Sven Weickert warnt vor einer anhaltenden Industriekrise und fordert bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Besonders wichtig seien wettbewerbsfähige Energiepreise, niedrigere Lohnzusatzkosten und weniger Bürokratie. Die Politik müsse entschlossener handeln, um Wohlstand und Arbeitsplätze in der Industrie zu sichern.
8. September 2025
Foto: Staatskanzlei Brandenburg
Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ hat den Ausbildungskonsens bis 2027 fortgeschrieben. Wirtschaft, Gewerkschaften, Kammern, Landesregierung und Bundesagentur für Arbeit wollen damit die duale Ausbildung weiter stärken. 2024 wurde erstmals seit Jahren wieder die Zielmarke von 10.000 neuen Ausbildungsverträgen erreicht. Die Partner sehen dennoch weiterhin Herausforderungen bei Berufsorientierung, Mobilität und Wohnraum für Auszubildende. Die Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen, um offene Ausbildungsplätze künftig erfolgreicher besetzen zu können.
9. September 2025

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg zeigen sich alarmiert über den mutmaßlich extremistisch motivierten Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Berliner Südosten. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp spricht von einer neuen Bedrohungslage für Gesellschaft und Wirtschaft. Neben Schäden für Unternehmen und Bürger gerieten auch freiheitliche Werte zunehmend unter Druck. Die Sicherheitsbehörden müssten alles tun, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Zugleich fordert die Wirtschaft eine schnelle Aufklärung der Tat.
9. September 2025
Foto: Adobe
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg sehen leichte Fortschritte im Bildungsmonitor 2025, der die bundesweiten Bildungsleistungen vergleicht. Sie halten die Investitionen aber weiterhin für unzureichend. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp warnt vor wachsendem Fachkräftemangel, da bis 2035 viele Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden. Besonders wichtig seien bessere Leistungen in Naturwissenschaften und Technik sowie eine stärkere Sprachförderung für Kinder. Berlin mache zwar Fortschritte, etwa bei Betreuung und Hochschulen, habe aber weiter Defizite bei Bildungsqualität und Lehrkräfteausstattung. Brandenburg müsse vor allem den Lehrkräftemangel und die Schwächen seiner Hochschullandschaft entschlossener angehen.
24. September 2025
Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt, verkettet/vorläufige Ergebnisse nach Bundesländern (Wirtschaftswachstum))
Die Wirtschaftsentwicklung in der Hauptstadtregion verläuft laut UVB zunehmend unterschiedlich. Während Berlin im ersten Halbjahr 2025 bundesweit zu den wachstumsstärksten Ländern zählt, steckt Brandenburg weiter in der Krise. Positive Impulse kommen in Berlin vor allem aus Industriebranchen wie Chemie, Pharma und Maschinenbau. Brandenburg steuert dagegen auf das dritte Minusjahr in Folge zu, insbesondere wegen Problemen in der Industrie. Die Wirtschaft fordert deshalb weniger Bürokratie, niedrigere Kosten und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen.
7. Oktober 2025
Foto: Andreas Grauman
Ein breites Bündnis der Berliner Wirtschaft fordert den Stopp der geplanten Ausbildungsplatzumlage. Verbände und Kammern warnen vor zusätzlicher Bürokratie, neuen Kosten und Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen. Erfahrungen aus Bremen zeigten bereits zahlreiche Klagen und sinkende Ausbildungsverträge. Die Wirtschaft argumentiert, dass nicht fehlende Ausbildungsplätze das Hauptproblem seien, sondern mangelnde Qualifikationen vieler Bewerberinnen und Bewerber. Statt neuer Abgaben brauche Berlin bessere Berufsorientierung und attraktivere Rahmenbedingungen für Ausbildung.
5. November 2025
Foto: Wagenzik
UVB-Präsident Stefan Moschko hat beim traditionellen Bierabend der Wirtschaft im KaDeWe mehr Reformbereitschaft und Entlastungen für Unternehmen gefordert. Deutschland verliere seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit, während Produktivität und Wachstum schwächeln. Moschko kritisierte zusätzliche Belastungen wie die geplante Ausbildungsplatzumlage oder Debatten über Vergesellschaftungen. Unternehmen bräuchten stattdessen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Standortbedingungen. Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft nahmen an dem Empfang teil.
17. November 2025



Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg sehen in Digitalisierung, Demografie und Dekarbonisierung große Chancen für die Region. UVB-Präsident Stefan Moschko erklärte beim 75-jährigen Jubiläum des Verbands, Berlin und Brandenburg könnten gemeinsam zu einer europäischen Leitregion der Transformation werden. Dafür müssten beide Länder ihre Strategien in Forschung, Innovation und Fachkräftesicherung stärker bündeln. Grundlage sei die Kombination aus Berlins Innovationskraft und Brandenburgs industriellen Standortvorteilen. Vertreter aus Politik und Wirtschaft würdigten die UVB als wichtige Stimme der regionalen Wirtschaft.
Untermauert wird die UVB-Forderung von einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Sie sieht große Wachstumschancen für die Hauptstadtregion. Durch mehr Forschung, Ingenieurwesen und IT könnten Berlin und Brandenburg ihre Wirtschaftskraft um Milliardenbeträge steigern. Die Studie hebt die Kombination aus Innovationskraft in Berlin und industrieller Stärke in Brandenburg als besonderen Vorteil hervor. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp fordert deshalb eine engere Zusammenarbeit beider Länder in Wirtschafts- und Fachkräftepolitik. Ziel müsse es sein, die Hauptstadtregion als europäische Leitregion der Transformation zu etablieren.
28. November 2025
Foto: Senatskanzlei
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) haben 2025 die Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ausdrücklich unterstützt. Aus Sicht der UVB bietet eine Olympiabewerbung die Chance, wichtige Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und internationale Sichtbarkeit der Hauptstadtregion anzustoßen. Die Verbände betonten zudem die wirtschaftlichen Impulse für Industrie, Dienstleistungen, Tourismus und Innovation in Berlin und Brandenburg. UVB-Hauptgeschäftsführer sprach sich dafür aus, die Bewerbung als gemeinsames Zukunftsprojekt für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu begreifen. Die UVB begleiteten die Debatte 2025 durch öffentliche Stellungnahmen und Beteiligung an Gesprächen mit Partnern aus Wirtschaft und Sport.
10. Dezember 2025
Welche Rolle spielt die geplante Ausbildungsplatzabgabe für die zukünftige Fachkräftesicherung? Darüber diskutierte UVB-Personalforum im ABB-Ausbildungszentrum in Reinickendorf. UVB-Geschäftsführer Sven Weickert eröffnete das Treffen mit einem Impulsvortrag zur Ausbildungsplatzumlage. Er wies auf den bürokratischen Aufwand und die Kosten hin, die nach der möglichen Einführung der Umlage auf Berliner Unternehmen zukommen könnten. In der anschließenden Diskussion schilderte Karin Block, Leiterin des Personalmanagements im Unfallkrankenhaus Berlin und Vorsitzende unseres Forums, ihre Erfahrungen mit dem seit Mitte 2020 bestehenden Pflegeausbildungsfonds. Nach ihrer Einschätzung Block erfüllt dieser Fonds eine solidarische Funktion für Betriebe aus dem Pflegebereich, da er – anders als die geplante Ausbildungsplatzumlage – auf die Bedarfe der Branche zugeschnitten sei. Den zweiten Impulsvortrag hielt Kathrin Röschel, Direktorin der Berlin Cosmopolitan School. Sie widmete sich der Frage, wie berufliche Orientierung in der heutigen Zeit an Schulen gelingen kann – zumal aktuelle Prognosen besagen, dass rund 65 Prozent der jetzigen Grundschulkinder später einmal in Berufen arbeiten werden, die es heute noch gar nicht gebe.
17. Dezember 2025
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg werfen dem Berliner Doppelhaushalt 2026/27 fehlende Nachhaltigkeit vor. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp kritisiert insbesondere die geplante Ausbildungsplatzabgabe als kostspielige Fehlentscheidung. Allein die Verwaltung der Abgabe verursache Millionenaufwand und zusätzliche Bürokratie für Unternehmen. Gleichzeitig wachse das strukturelle Defizit des Landes weiter an und schränke künftige Handlungsspielräume ein. Positiv bewertet die Wirtschaft hingegen die geplanten Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Wohnungsbau.